Vom Homo Sapiens zum „Homo Fragilis“
Das heutige, moderne Leben ist für uns auf der einen Seite zwar praktisch und bequem geworden, auf der anderen Seite haben wir uns von der Natur immer weiter entfernt. Wir leben in Räumen mit Klimaanlage und einer Heizung mit immer gleicher Raumtemperatur. Der Kühlschrank ist gut gefüllt und auch sonst fehlt es uns an nichts.
Was sind die Konsequenzen?
Chronische Krankheit, psychische Instabilität, geringe Belastbarkeit, wenig Lebendigkeit und kaum Energieressourcen – so zeigt sich der durchschnittliche moderne Mensch im 21 Jahrhundert.
Hormetische Reize – Raus aus der Komfortzone
Der gezielte Einsatz von evolutionär bekannten Reizen (adaptogener Stress) macht uns robuster widerstandsfähiger und flexibler.
Intermittierendes Fasten
Bulk Drinking
Kalt Duschen (Kneippen)
Sauna/Infrarotkabine
dosiertes Sonnenlicht
durch Bewegung schwitzen
Sitting Breaks, Sitzpausen
Hypoxie Training
usw.
Natürlich muss die Dosis des hormetischen Reizes an den jeweiligen Gesundheitszustand angepasst werden.
In der Regel setzt man anfangs einen sanften „Stressreiz“, um ganz bewusst eine Reaktion des Körpers auszulösen. Zu Beginn muss dieser Stressreiz kein minutenlanges Eisbad sein, es genügt schon die Waden kalt abzuduschen (Kneippen). Vielleicht finden wir bei einem Waldspaziergang (Thema Waldbaden oder auch Gartenbaden) einen Weg, um barfuss zu gehen.
Ob Kälte oder Hitzeanwendungen, intensive Bewegung, einmal 24h nichts essen, Atemübungen, jeder von uns findet etwas was ihn herausfordert oder worauf er neugierig ist.
Allgemein gilt: langsam beginnen, wohldosiert und regelmässig
Als Motivation kann man das Unangenehme mit dem Angenehmen verbinden. Zum Beispiel: Nach dem kalt Duschen gibt es eine heisse Tasse Kaffee oder Tee.
Auch wenn es anfangs eine Überwindung ist, es zahlt sich auf jeden Fall aus!
In der Änderung liegt die Lösung, und die kleinste Veränderung macht den grössten Unterschied
Dr. Leo Pruiboom